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Kirchhoff & Netzwerkanalyse

Netzwerke verstehen, modellieren, berechnen und gegenprüfen

Schaltplan · gemischtes Netzwerk

+−Uq 12 VR₁ 100 ΩR₂ 220 ΩR₃ 330 ΩABI₁ →I₂ ↓I₃ ↓

Quelle und R₁ speisen Knoten A; dort teilt sich I₁ in I₂ und I₃. Bezugsrichtungen sind frei wählbar und bestimmen die Vorzeichen.

Kirchhoff-Gleichungen und Lösungsweg

Knoten A (KCL)
I₁ − I₂ − I₃ = 0
Obere Masche (KVL)
Uq − R₁I₁ − R₂I₂ = 0
Untere Masche (KVL)
Uq − R₁I₁ − R₃I₃ = 0

Gegenprobe

Transfer & Verständnis

Was passiert, wenn R₃ gegen ∞ geht?

Was passiert, wenn R₃ gegen 0 geht?

Warum ist die Stromstärke vor dem Knoten größer als in jedem einzelnen Zweig?

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Schaltvorgänge

Dynamisches Verhalten von RC-Schaltungen verstehen

RC-Ladevorgang · Schaltbild

+−U 10 VR1.000 ΩC100 µFS

Kondensatorspannung und Strom über der Zeit

Die orange Markierung zeigt den gewählten Zeitpunkt. Die Zeitachse reicht bis 5 τ.

Denkfrage

Wie viel Prozent der Endspannung sind beim Laden nach einer Zeitkonstante τ erreicht?

Erklärung und Transfer

Nach einer Zeitkonstante sind beim Laden etwa 63,2 % der Endspannung erreicht. Nach 5 τ sind es rund 99,3 %.

Wenn R oder C verdoppelt wird, verdoppelt sich τ. Die normierte Kurvenform bleibt gleich, die reale Zeitachse ändert sich.

Formeln · Herleitung aus dem Modell

τ = R · C
uC(t) = U · (1 − e−t/τ)
i(t) = (U/R) · e−t/τ

Aus U = uR + uC und i = C · duC/dt folgt eine Differentialgleichung erster Ordnung.

Für die Entladung gilt uC(t) = U₀ · e−t/τ. Der Strom fließt dabei entgegen der Laderichtung.